Ungeschützt
Nachbau. Die echte Adresszeile steht ganz oben in deinem Fenster – dort musst du hinschauen.
Genau so steht es in deiner Adresszeile: kein Schloss, und viele Browser schreiben „Nicht sicher“ daneben.
Wer zwischen dir und diesem Server sitzt, kann alles mitlesen und verändern. Für diese Lektion ist das Absicht.
Das hat dein Browser gerade mitgeschickt
Nichts davon wurde abgefragt – dein Browser sendet es an jede Webseite mit. Hier konnte jeder auf dem Weg mitlesen.
- Browser
- Unbekannt
- System
- Unbekannt
- Gerät
- Desktop
- IP-Adresse
- 216.73.216.190
- Land
-
USA
- Protokoll
- HTTP/1.1 Unverschlüsselt gibt es nur diese Version. HTTP/2 und HTTP/3 setzen beide TLS voraus – hier bleibt das Web stehen, wo es vor zwanzig Jahren war.
- Verschlüsselung
- Entfällt
Die Kennung im Rohtext
Mozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko; compatible; ClaudeBot/1.0; +claudebot@anthropic.com)
Diese eine Zeile trägt Browser, Version und System. Sie ist der Grund, warum die Angaben oben möglich sind – und warum sie manchmal danebenliegen. Sie wird seit dreissig Jahren mitgeschleppt: Das „Mozilla/5.0" am Anfang steht in praktisch jedem Browser, auch in solchen, die nichts mit Mozilla zu tun haben.
Und das misst dein Browser selbst
Steht in keiner Anfrage – gemessen auf deinem Gerät, angezeigt auf deinem Gerät. An den Server geht davon nichts zurück.
Bei dir läuft kein JavaScript, deshalb bleibt dieser Teil leer. Es fehlen dadurch: Bildschirm- und Fenstergrösse, Zeitzone, ob Cookies und Speicher erlaubt sind, WebGL, deine Darstellungs-Einstellungen und ein erkannter Inhaltsblocker. Alles darüber steht weiterhin, denn dafür braucht es kein JavaScript.
Das Folgende passiert nur auf deinen Klick – jede dieser Prüfungen kostet etwas.
Hier ist Schluss – und das ist Absicht
Es fehlen nicht die Möglichkeiten, sondern die Erlaubnis, die sich diese Seite auf dieser Stufe selbst gibt.
Warum genau hier
Diese Verbindung ist offen. Also geht nichts von hier zurück an den Server, und es werden keine zusätzlichen Verbindungen aufgebaut – das wäre Klartext auf der Leitung, der ohne diese Seite nicht dort gewesen wäre.
Unverschlüsselt geladen – mit Absicht. So siehst du am echten Fall, woran du es erkennst.
1. Schau nach oben
Nicht auf den Nachbau weiter oben, sondern in die echte Adresszeile deines Browsers. Drei Zeichen, die dasselbe bedeuten:
- Kein Schloss, oder ein durchgestrichenes
- Ein Hinweis daneben: „Nicht sicher"
- Die Adresse beginnt mit
http://
Eines davon zu kennen genügt.
Warum viele Browser den Anfang verstecken
Die meisten Browser blenden https:// aus, weil es der Normalfall ist. Bei
http:// zeigen sie es und schreiben eine Warnung daneben. Klick einmal in
die Adresszeile hinein – dann siehst du sie vollständig.
2. Was das heisst
Jede Station auf dem Weg kann mitlesen – und, was oft vergessen wird, verändern. Text austauschen, Links umbiegen, ein Eingabefeld einbauen, das nie hier stand.
Wer sind diese Stationen?
Dein WLAN, der Router, dein Anbieter, mehrere Netze unterwegs. In fremden Netzen – Café, Hotel, Bahnhof – ist das besonders leicht. Nicht weil dort mehr Angreifer sitzen, sondern weil jeder im selben Netz näher an deinen Daten ist als sonst.
3. Die Regel
Auf einer unverschlüsselten Seite gibst du nichts ein. Kein Passwort, keine Adresse, keine Kartennummer. Auch nicht „nur kurz".
Lesen darfst du hier ruhig weiter – dafür hast du die Seite ja geöffnet.
Und diese Seite hier?
Sie hält sich an das, was sie erklärt: keine Cookies, keine Eingaben, nichts geht zurück an den Server. Alles, was oben steht, stand ohnehin in deiner Anfrage. Nachzulesen unter Was diese Seite verarbeitet.
Alle drei Verbindungsarten nebeneinander
Der vollständige Check
Was dein Browser kann, wie aktuell er ist und was er über dich verrät – das steht auf der verschlüsselten Stufe, weil dort mehr verarbeitet werden darf, ohne dass es bedenklich wird.